Fasten mit Tee

Fasten mit Tee

Ursprünglich stammt die „Idee“ des Fastens aus verschiedenen Religionen. Das Christentum beginnt seine 40 Tägige Fastenzeit traditionell am Aschermittwoch und die Muslime begehen den Fastenmonat Ramadan. Doch unabhängig von ihrem Glauben entscheiden sich heute viele Menschen dazu für einige Tage zu fasten. Sei um den Körper zu reinigen und zu entgiften, in diesem Fall spricht man auch vom Heilfasten oder um eine Diät beziehungsweise Ernährungsumstellung zu beginnen. Beim Fasten spielt das Trinken eine äußerst wichtige Rolle, da dem Körper nötige Mineralstoffe und Vitamine ausschließlich über Getränke zugeführt werden können.

In diesem Beitrag haben wir für Sie Teesorten aufgelistet die sich zum Fasten eigenen und mit ihren positiven Inhaltsstoffen Ihren Körper unterstützen können.

Was ist Fasten?

Als Fasten wird der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit bezeichnet. Es soll die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden steigern und das Immunsystem stärken. Der Körper soll entschlackt werden, wofür er die Energie benötigt, welcher er sonst für die Verdauung aufwendet.

Das Entschlacken des Körpers sollte allerdings nicht wörtlich genommen werden, da es eher im übertragenen Sinne gemeint ist. Der menschliche Körper scheidet alle unnötigen Abbauprodukte der Nahrung aus und bildet keine Schlacken. Viele Menschen, die bereits einmal gefastet haben berichten jedoch von einer physischen und psychischen Erleichterung – einer Entschlackung.

Fastenarten

Fasten ist nicht gleich Fasten und nicht jede existierende Fastenkur ist für alle Menschen passend. Gesundheitlich beeinträchtige Personen, sollten vor dem Beginn einer solchen Kur Rücksprache mit einem Arzt oder Ernährungsberater halten. Jeder muss für sich die passende Methode finden. Folgend die drei bekanntesten Fastenarten.

Heilfasten

Eine Heilfastenkur dauert mindestens sieben Tage, kann aber auch bis zehn Tage dauern. Beim Heilfasten soll der Körper entschlackt werden, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Zu Beginn der Kur steht immer eine Darmentleerung mithilfe von Bitter- oder Glaubersalz an. Die folgenden Tage wird dann keine feste Nahrung mehr zu sich genommen, sondern ausschließlich getrunken. Die benötigten Mineralien und Vitamine werden dem Körper durch Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäfte sowie Tee zugeführt. Das Heilfasten benötigt große Ausdauer und viel Disziplin.

Basenfasten

Bei dieser Kur steht das „Fasten“ für den Verzicht auf saure Lebensmittel, um einen optimalen Säure-Basen-Haushalt im Körper herzustellen. Die Annahme ist, dass wir zu viele saure Lebensmittel zu uns nehmen und der Körper deshalb übersäuert, was zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verdauungsproblemen führt. Die Bezeichnung „sauer“ ist dabei leicht verwirrend, da auch ein basisches Lebensmittel sauer schmecken kann. Auch bei dieser Fastenart sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Vor allem zu Kräuterteemischungen, die den Säure-Basen-Haushalt positiv beeinflussen können wird geraten.

Intervallfasten

Diese Fasten Methode sieht vor, dass die Kalorienzufuhr durch Nahrung und Getränke nur in einem bestimmten Zeitfenster stattfindet. Die beiden bekanntesten Modelle sind dabei die 16 : 8 und die 5 : 2 Methode. Bei der ersten Variante kann in einem Zeitraum von acht Stunden gegessen werden und in den darauffolgenden 16 Stunden (inklusive Schlafen) wird gefastet. Die zweite Variante sieht vor, dass fünf Tage lang „ohne“ Einschränkungen gegessen werden kann und an zwei frei wählbaren Tagen die Kalorienzufuhr auf 500 (Frauen) bzw. 600 kcal (Männer) gesenkt wird. Bei beiden Fasten Arten kann der Körper mit viel trinken unterstützt werden und auch Hungergefühle können beispielsweise mit grünem Tee gemindert werden.

Wirkungsweise von Tee zum Fasten

Je nachdem ob es sich um einen grünen, schwarzen, Kräuter- oder Früchtetee handelt, kann die Wirkung des Tees auf den Körper beim Fasten sehr unterschiedlich sein. Manche haben einen belebenden Effekt, andere einen beruhigenden und wieder andere können den Körper entwässern oder den Appetit hemmen. Gleichzeitig bringen Tees aber auch eine gewisse Abwechslung in den Geschmack. In der folgenden Auflistung wollen wir Ihnen einen Überblick über empfehlenswerte Teesorten für die Fastenzeit geben.

Kamillentee

Die Kamille ist bereits seit der Antike als Heilpflanze bekannt und wird hauptsächlich bei Entzündungen oder Magen-Darm-Beschwerden verwendet. Beim Fasten unterstützt sie das Immunsystem und hilft dem Fastenden bei Unruhezuständen.

Pfefferminztee

Pfefferminze wird ebenfalls gerne zur Beruhigung der Nerven getrunken.

Brennnessel-Tee

Bei vielen ist die Brennnessel nur als Unkraut bekannt, allerdings besitzt sie einige äußerst positive Eigenschaften, welche vor allem beim Fasten sehr hilfreich sein können. So ist der Brennnessel-Tee bekannt für seine harntreibende Wirkung und wird deswegen gerne während der Fastenzeit getrunken.

Ingwer-Tee

Beim Fasten kommt es vor, dass der Körper durch das Runterfahren des Stoffwechsels zu frösteln beginnt. Abhilfe schafft hier beispielsweise ein Tee mit einer wärmenden Zutat wie Ingwer.

Lapacho-Tee

Dieser südafrikanische Tee hat einen ähnlichen Geschmack wie Rooibos und unterstützt beim Fasten das Immunsystem.

Mate-Tee

Dieser Tee besitzt eine äußerst anregende Wirkung und dient deshalb gerne als Kaffee-Ersatz. Beim Fasten wird er jedoch hauptsächlich als Appetithemmer getrunken.

Rooibos

Der Kräutertee ist basisch, reich an Vitaminen, entspannend und enthält kein Koffein, sodass er während der Fastenzeit auch problemlos abends getrunken werden kann.

Grüner Tee

Wie der Mate-Tee enthält auch Grüntee Koffein, welches bei einigen Fasten Arten eher gemieden werden sollte. Dennoch sind seine Eigenschaften und Wirkungen sehr beliebt.

Oolong-Tee

Bei diesem Tee handelt es sich weder um einen Schwarz- noch um einen Grüntee, sondern um einen halbfermentierten Tee. Dies macht sich auch in seinem Geschmack bemerkbar, der eher etwas süßlich hat. Oolong regt durch das enthaltene Koffein den Stoffwechsel an, ist aber durch den geringen Gerbstoff Anteil schonender für den Magen.

Fazit

Wer Fasten möchten, sollte dies nicht über einen längeren Zeitraum als 14 Tage beziehungsweise nur in Absprache mit einem Arzt tun. Während dem Fasten sollte zudem immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr durch Tee oder Wasser geachtet werden. Dabei sollte man sich weniger nach der Wirkung des Tees richten, sondern sich mehr auf den Geschmack konzentrieren, da der Tee über einen längeren Zeitraum getrunken wird.

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