In 80 Tassen um die Welt – Teerituale und ihre Bedeutung

In 80 Tassen um die Welt – Teerituale und ihre Bedeutung

Das Zubereiten von Tee gehört eigentlich zu den simpleren Angelegenheiten des Alltags. Wasser abkochen, Teebeutel oder Teesieb in die Tasse beziehungsweise Kanne geben, mit Wasser aufgießen, ziehen lassen – fertig! Die ganze Tätigkeit dauert in der Regel maximal zehn Minuten. In einigen Kulturen jedoch gestaltet sich der Teeaufguss deutlich komplizierter. Hier wird das Teetrinken zu einer regelrechten Kunst mit fest vorgegebenen Regeln und Abläufen. In diesem Beitrag wollen wir Ihnen einige der wichtigsten Teerituale vorstellen.

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Warmer Tee im Sommer

Wenn das Thermometer im Sommer an und über die 30 Grad Marke klettert, gönnen sich die meisten Menschen eine kühle Erfrischung in Form einer Limonade mit Eiswürfeln oder einem kalten Mineralwasser – Hauptsache eiskalt, damit man nicht mehr schwitzt. Diese Annahme ist jedoch leider ein großer Irrtum. Weshalb das so ist und warum man im Sommer lieber auf einen warmen Tee zurückgreifen sollte, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

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Die richtige Ziehzeit von Tee

Seit vielen Jahren hält sich ein Mythos über die Zubereitung von Tee sehr hartnäckig in den Köpfen der Menschen fest – „Ein belebender Tee zieht drei Minuten und ein beruhigender Tee zieht fünf Minuten“. Diese Regel wird von vielen umgesetzt und auch nicht weiter hinterfragt. Wir klären auf was es mit dieser Weisheit auf sich hat und ob es tatsächlich stimmt, dass man je nach Ziehzeit eine andere Wirkung des Tees erzielen kann.

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Die perfekte Teezubereitung mit dem richtigen Wasser

Eine Tasse Tee ist schnell zubereitet: Den Teebeutel oder den losen Tee in die Tasse, je nach Teesorte Wasser mit der richtigen Temperatur dazu gießen, einige Minuten ziehen lassen und fertig. Doch wie bereits der große Meister Zhang Dafu aus der Qing-Dynastie wusste, hängt die Qualität eines Tees vom verwendeten Wasser ab. Eine Richtlinie besagt, dass eine Tasse Tee zu 20 % vom Tee selbst und zu 80 % vom richtigen Wasser abhängt. Wenn Sie denken, Wasser hätte keinen Geschmack, dann probieren Sie mal zu Testzwecken verschiedene stille Wasser aus dem Supermarkt. Sie werden feststellen, das sich auch bei Wasser ganz unterschiedliche Geschmacksnoten bestimmen lassen.

Der Einfluss der Wasserhärte

Für einen geschmackvollen Tee, sollte das Wasser am nicht lange in der Leitung oder dem Wasserkocher gestanden haben. Dadurch verliert das Wasser seine wesentlichen Bestandteile und allen voran den für den Geschmack entscheidenden Sauerstoff. Das richtige Wasser sollte demnach frisch, reich an Mineralien, sauerstoffhaltig und einen nicht zu hohen Härtegrad besitzen. Der Härtegrad setzt sich aus den im Wasser enthaltenen Calcium- und Magnesiumionen zusammen. Je mehr davon im Wasser vorhanden sind, desto höher ist der Härtegrad. Diese beiden Inhaltsstoffe verbinden sich bei der Zubereitung mit den Säuren im Tee, die allerdings für das Aroma eine entscheidende Rolle spielen. Mit dem Einsatz von zu hartem Wasser hindert man also den Tee daran seine Geschmacks- und Aromastoffe vollständig zu entfalten. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass sich bei einem mit weichem Wasser aufgebrühten Tee die Aromen besser entwickeln können und den Tee somit runder machen.

Das richtige Teewasser

Die ideale Wasserhärte für Tee beträgt laut Experten etwa 8°dh (deutsche Härte). In Deutschland liegt der durchschnittliche Härtegrad bei 16°dh und unser Leitungswasser kann aufgrund der hohen sanitären Standards fast überall ohne Aufbereitung getrunken werden. Die unten stehenden Tabelle zeigt die durchschnittlichen Werte der Bundesländer.

Stadt Härtegrad ° dH
Brandenburg 18,00 °dH
Berlin 17,00 °dH
Baden-Württemberg 16,00 °dH
Bayern 18,00 °dH
Bremen 8,00 °dH
Hessen 16,00 °dH
Hamburg 16,00 °dH
Mecklenburg-Vorpommern 18,00 °dH
Niedersachsen 14,00 °dH
Nordrhein-Westfalen 15,00 °dH
Rheinland-Pfalz 15,00 °dH
Schleswig-Holstein 14,00 °dH
Saarland 11,00 °dH
Sachsen 11,00 °dH
Sachsen-Anhalt 23,00 °dH
Thüringen 19,00 °dH
   
Quelle: www.wasserhaerte.net  

Für einen schnellen Tee ist Leitungswasser in den meisten Fällen ausreichend. Möchte man seine Tasse jedoch in vollen Zügen genießen und das ganze Aroma des Tees schmecken, sollte man weiches Wasser verwenden.

Wasser aufbereiten

Die einfachste und schnellste Lösung ist, sein Leitungswasser vorab einmal aufzukochen und es einige Minuten stehenzulassen. Diesen Vorgang wiederholt man anschließend zwei bis dreimal. Bei dieser Methode kann das Chlor entweichen und Kalk kann sich absetzen. Der Nachteil ist jedoch, dass dabei auch sehr viel Sauerstoff verloren geht, wodurch der Tee am Ende eher fad schmeckt. Eine bessere Lösung bieten deshalb Wasserfilter. Durch die Filter wird nicht nur die Wasserhärte beeinflusst, sondern auch die Belastung durch Schwermetalle. Zudem fügen sie dem Wasser sogenannte Austauschstoffe wie Kalium und Citrat hinzu.

Mineral- oder destilliertes Wasser

Anstatt das Leitungswasser aufzubereiten, könnte man auf die Idee kommen einfach Mineralwasser zu verwenden. Abgesehen davon das es auf Dauer vermutlich recht teuer wäre, würde es leider nur bedingt funktionieren, da natürliches Mineralwasser häufig Kalzium und Hydrogencarbonat enthält. Die beiden Stoffe können beim Kochen Kalk bilden, welcher sich dann als kleine weiße Flöckchen absetzt. Des Weiteren wandelt sich das Hydrogencarbonat beim Kochen zu Kohlendioxid und entweicht dem Wasser, sodass das Carbonat zurückbleibt und den pH-Wert des Wassers anhebt.

Destilliertes Wasser stellt ebenso eine eher schlechte Alternative zum Leitungswasser dar, da in diesem Wasser keine Mineralien mehr vorhanden sind. Ein Tee mit destilliertem Wasser würde aus diesem Grund eher fad schmecken.

Fazit

Wer nur ab und zu mal einen Tee trinkt, wird vermutlich keinen großen Aufwand betreiben, um das Wasser für eine Tasse aufzubereiten. Bleibt es jedoch nicht bei diesen wenigen Tassen Tee und man bedenkt, wie viel Wasser beispielsweise für den morgendlichen Kaffee dazukommt – dann lohnt sich die Investition in einen Wasserfilter in jedem Fall. Die Kosten für einen solchen Wasserfilter und die dazugehörigen Kartuschen sind relativ überschaubar. Und nicht nur Geräte wie Wasserkocher und Kaffeemaschine werden es Ihnen danken, Sie werden auch feststellen, dass der Tee plötzlich „irgendwie anders“ schmeckt. Versuchen Sie es und lassen Sie sich von den neuen Aromen Ihres Tees verzaubern.

Wie entwickelte sich die deutsche Tee Kultur?

Die deutsche Teekultur

Mitte des 17. Jahrhunderts kam der erste Tee mit dem Schiff über Holland nach Deutschland. Die erste Anlaufstelle war Ostfriesland, woraufhin sich die speziellste und einzige Teekultur Deutschlands entwickelte und zum Beispiel den bekannten Ostfriesischen Sonntagstee hervorbrachte. Bis dato war Tee lediglich in den höheren Gesellschaftsschichten verbreitet.

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Welche Teesorten gibt es und wie werden sie hergestellt?

Die Unterschiede der Teesorten

Völlig egal ob schwarz, grün oder weiß – alle Sorten stammen ursprünglich von derselben Teepflanze ab. Ausschlaggebend für die Klassifikation der unterschiedlichen Teesorten mit den typischen Eigenschaften wie Geschmack, Farbe und Aroma, ist die Verarbeitung der Blätter nach der Ernte. Hierbei spielen der Fermentationsgrad, die Lage der Teeplantage, die klimatischen Bedingungen, die Böden und weitere Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle.

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Wie viel grünen Tee kann man am Tag trinken?

Wie viel grüner Tee am Tag?

Eine genaue Aussage zu dieser Frage zu treffen ist schwierig, da sehr viele verschiedene Sorten Grüntee existieren. Ein entscheidender Faktor ist dabei immer der Koffeingehalt, den vor allem Menschen die empfindlich auf Koffein reagieren beachten sollten. Des Weiteren spielt die Zubereitung, allen voran die Ziehzeit eine ganz wichtige Rolle.

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Die richtige Zubereitung von Tee

Tipps für die richtige Zubereitung von Tee

Wie bei anderen frischen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, muss auch Tee richtig zubereitet werden, damit man den besten Geschmack aus ihm herausholen kann. Einen Tee zuzubereiten ist wesentlich einfacher, als ein Essen zu kochen, dennoch sollte man ein paar einfache Punkte beachten. Aber machen Sie es sich nicht zu kompliziert. Sie müssen sich nicht exakt an die Anleitung halten, experimentieren Sie ruhig ein wenig mit der Menge des Tees oder der Ziehzeit und finden Sie für sich selbst heraus, wie Sie ihren Tee am liebsten mögen.

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