Hund auf Wiese liegend vor einem Wassernapf

Kräutertee für Hunde

Viele Menschen trinken vor allem in der Erkältungszeit gerne Kräutertee. Von Kindesbeinen an lernen wir, dass Kamillentee, Fencheltee, Pfefferminztee und Co. uns bei Husten, Schnupfen und Bauchschmerzen helfen. Wir schätzen die wertvollen Eigenschaften der Kräuter und ihre Wirkung auf unsere Gesundheit. Da ist es nicht verwunderlich, dass wir Kräutertee nicht nur für uns selbst oder unsere Kinder zubereiten, sondern auch, dass wir den besten Freund des Menschen die positiven Effekte eines Kräutertees zugutekommen lassen wollen. Aber dürfen Hunde überhaupt Tee trinken und welche Sorten sind in Ordnung? Lesen Sie in diesem Beitrag wie Sie Ihren Hund bei Magenverstimmungen, Erbrechen, Durchfall oder auch Erkältungen mit bestimmten Teesorten unterstützen und helfen können.

Koffein kann für Hunde tödlich sein

Häufig liest man, dass man Hunden bei Durchfall oder Erbrechen Schwarztee zu trinken geben sollte. Das im schwarzen Tee enthaltene Koffein ist jedoch giftig für Hunde, da es ein Methylxanthin ist. Der Wirkstoff führt bei Hunden zu einem erhöhten Blutdruck, einem beschleunigten Puls und die Blutgefäße verengen sich. Als Reaktion auf eine Koffeinvergiftung können Hunde schließlich unruhig werden, zu zittern beginnen, einen Krampfanfall bekommen oder gar eine Herzrhythmusstörung erleiden. Der Körper des Hundes versucht sich gegen das Koffein zu wehren und meist leiden die Hunde vermehrt unter Erbrechen, Durchfall und vor allem Durst.

Aufgrund der Gefahr einer lebensbedrohlichen Koffeinvergiftung sollten Herrchen und Frauchen darauf verzichten ihren Lieblingen koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Cola oder Schwarz- und Grüntee anzubieten. Sollte der Hund dabei beobachtet werden, dass er Kaffee oder Tee aus der Tasse schlürft, gilt es ihn ganz genau zu beobachten. Beginnt der Hund eine der oben genannten Anzeichen für eine Vergiftung zu zeigen, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Welcher Kräutertee ist gut für den Hund?

Kräutertee wird aus getrockneten Stängeln, Blättern, Blüten und Früchten hergestellt. Viele Kräuter haben bestimmte Heilwirkungen und können sich in Kombination sogar negativ auswirken. Aus diesem Grund wird dazu geraten lieber wenige oder lediglich nur eine einzige Kräutersorte zu verwenden. Besondere Vorsicht gilt auch bei Hunden mit einer Allergie gegen Pollen und Gräser. Die Devise sollte immer sein: „Wenn ich mir nicht sicher bin, lass ich es lieber weg“.

Brennnessel

Loser Kräutertee BrennnesselteeDie Pflanze wird zu Unrecht oft als Unkraut bezeichnet. Bei Hungersnöten zum Beispiel zu Kriegszeiten war es die Brennnessel, die die Menschen vor dem Verhungern bewahrt hat. Sie enthält jede Menge gesunde Wirkstoffe – unter anderem dreimal so viel Eisen wie Spinat, sechsmal so viel Calcium wie Kuhmilch und siebenmal so viel Vitamin-C wie Orangen. Brennnesseltee wird bei Menschen auch häufig aufgrund der harntreibenden Wirkung bei Harnwegsinfekten eingesetzt.

Die Heilwirkung bei Hunden: Harntreibend, blutdrucksenkend, antirheumatisch, stoffwechselanregend, unterstützend bei Gelenkerkrankungen und Erschöpfungszuständen

 

 

Fenchel

Loser Bio Kräutertee Fencheltee

Den meisten kommt dabei zuerst das Gemüse in den Sinn, das Hunde auch fressen dürfen. Der Fencheltee selbst wird aus den Samen der Pflanze hergestellt und wird gerne bei Bauchschmerzen oder Blähungen getrunken. Empfohlen wird der Tee vor allem bei Babys zur Beruhigung des Magens.

Wie Fencheltee bei Hunden wirkt: Fördert die Verdauung, hilft bei Blähungen, ist antibakteriell und entzündungshemmend, sowie appetitanregend

 

 

 

Hagebutten
Die roten Früchte der sogenannten Hunds-Rose enthalten einen großen Anteil Vitamin C und finden häufig Anwendung in Tee. Da die Hagebutte selbst nicht sehr stark färbt, findet man sie in Früchtetees häufig zusammen mit Hibiskus. Hagebutten können sowohl roh gegessen werden, nachdem die Nüsschen entfernt wurden, als auch getrocknet. Aus der getrockneten Schale lässt sich ein sehr vitaminreicher Aufguss herstellen.

Wirkung bei Hunden: Durch die enthaltenen Vitamine werden die Abwehrkräfte gesteigert, während oder nach einer Erkältung zur Stärkung

Ingwer
Die Wunderknolle ist ein fester Bestandteil der chinesischen Heilkunde und hat auch in Europa in den letzten Jahren einen regelrechten Hype ausgelöst. Vor allem zur Stärkung des Immunsystems oder zur Behandlung von Erkältungen wird Ingwertee gerne getrunken.

Ingwertee für Hunde: Kreislaufanregend, entzündungshemmend, antibakteriell, appetitanregend, hilft bei Gelenkbeschwerden und Arthrose

ACHTUNG:

Nicht übertreiben. Eine zu lange oder falsche Anwendung von Ingwer für Hunde kann schwerwiegende Folgen haben. Ingwer kann bei Hunden mit einem empfindlichen Verdauungstrakt zu Übersäuerung führen. Des Weiteren kann es durch die geförderte Durchblutung in Verbindung mit einer gereizten Schleimhaut zu inneren Blutungen kommen. Am besten wird das Verabreichen von Ingwer vorher mit einem Tierarzt besprochen.

Kamille

Ganze lose KamillenblütenKaum ein anderes Kraut ist so bekannt und beliebt wie die Kamille. Sie findet nicht nur als Kamillentee für innerliche Beschwerden Anwendung, sondern auch in Form von Salben und Cremes für den Einsatz auf der Haut. Die Wirkung eines Kamillentees aus getrockneten Kamillenblüten ist also sehr vielfältig.

Kamillentee für Hunde: Beruhigt den Magen und fördert die Verdauung, löst Magenkrämpfe und hilft bei Blähungen, wirkt entzündungshemmend, desinfizierend und antiseptisch

 

 

Lavendel
Sein intensiver Geruch macht den Lavendel zu einer beliebten Zutat in Parfüm, Duftsäckchen oder in der Aromatherapie. Doch kann die außerdem auch sehr schön anzusehende Pflanze noch wesentlich mehr bieten, als nur gut zu riechen.

Lavendeltee und seine Wirkung bei Hunden: Entspannt und beruhigt bei Angst, Nervosität oder Unruhe, wirkt antiseptisch, antibakteriell und unterstützt bei rheumatisch bedingten Beschwerden, löst Krämpfe

Melisse
Eine weitere Pflanze, die vor allem durch ihren charakteristischen Duft bekannt ist und deshalb auch als Zitronenmelisse bezeichnet wird. Die Melisse war bereits im Altertum als Heilpflanze bekannt und wurde dort als Aufguss gegen Verdauungsbeschwerden zubereitet. Doch nicht nur im Melissen-Tee finden die Blätter Anwendung, auch in der Küche ist das duftige Kraut eine beliebte Zutat.

Heilwirkung als Tee für Hunde: Wirkt beruhigend auf nervös bedingte Verdauungsbeschwerden, antibakteriell, krampflösend, stärkt das Immunsystem

Salbei
Der echte Salbei gehört ebenfalls zu den ältesten bekannten Heilpflanzen und war bereits in der Antike berühmt. Bis heute ist die Pflanze aufgrund der Vielzahl an positiven Eigenschaften Bestandteil vieler Kräutermischungen und Mixturen gegen Husten, Halsschmerzen oder auch Zahnfleischentzündungen.

Salbeitee Wirkung: Entzündungshemmend, antibakteriell, desinfizierend, antiviral, verdauungsfördernd und krampflösend

Fazit

Kräutertee hilft nicht nur uns Menschen, sondern kann auch unseren geliebten Vierbeinern echte Erleichterung bei einer Vielzahl von Beschwerden verschaffen. Wie bei vielen anderen Dingen gilt jedoch auch bei Tee, obwohl es ein Naturprodukt ist, dass man ihn nur in Maßen geben sollte. Fangen Sie lieber mit einer kleineren Dosis an und schauen Sie wie Ihr Hund auf den neuen Geschmack und Geruch reagiert.

Ganz wichtig: Zwingen Sie Ihren Hund nicht dazu ausschließlich Tee zu trinken. Bieten Sie ihm immer einen extra Napf mit frischem Wasser an. Sollte Ihr Hund bei einer Erkältung oder sonstigen Beschwerden partout kein Tee trinken wollen, können Sie versuchen den Kräutertee unter das Futter oder mit etwas ungesalzener Fleischbrühe zu mischen.

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