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Teetasse mit Zucker, Honig und Zitrone

Tee verfeinern – ja oder nein?

Aber bitte mit Sahne  – so kling ein berühmter Hit aus den 70er-Jahren. Zu Kuchen, Eis oder anderen süßen Leckereien gibt eine Portion geschlagene Sahne tatsächlich eine gute Figur ab, da sind sich alle einig. Sahne in Tee – drüber scheiden sich hingegen die Geister. Auch über die Zugabe von Zitronensaft, Zucker, Honig und Co gibt es in Teekennerkreisen noch immer Unstimmigkeiten. In diesem Beitrag erfahren Sie, ob und wie Sie Ihren Tee verfeinern können.

Schwarzer Tee – auf die Sorte kommt es an

Schwarzer Tee ist vor allem für seine belebende Wirkung und seinen kräftigen Geschmack bekannt. Dieser kann gerade für Tee-Neulinge etwas gewöhnungsbedürftig sein. In diesem Fall kann gerne etwas Milch oder Sahne in den Tee gegeben werden – vorausgesetzt es handelt sich dabei um Assam oder Ceylon Tee. Denn deren würzig-malzige Aromen können durch die Zugabe von Sahne oder Milch etwas gemildert werden, ohne dass dabei der eigentliche Geschmack des Tees verloren geht. Auch das ein oder andere Stück Kandiszucker kann hier gerne in die Tasse wandern.

Ostfriesen Mischun

Bei der Ostfriesen Mischung ist das sogar ein Muss. Nach traditionellem ostfriesischem Brauch wird diese nämlich mit einem ordentlichen Schuss Sahne und weißem Kandis, im hohen Norden auch Kluntje genannt, getrunken.

 

 

Loser Darjeeling Tee Gielle

Bei Darjeeling Tee dagegen sollte besser auf die Zugabe von Sahne, Milch oder Zucker verzichtet werden. Darjeeling Tees zeichnen sich durch einen sehr feinen und nuancenreichen Geschmack aus, der schnell von anderen Aromen übertönt werden kann. Gegen einen Spritzer Zitronensaft ist dagegen nichts einzuwenden. Der harmoniert nämlich wunderbar mit dem ohnehin schon sehr frischen und blumigen Aroma dieser Teesorte.

Aber Achtung – bitte niemals Milch und Zitronensaft gleichzeitig in den Tee geben. Durch die Zitronensäure fangt die Milch nämlich zu gerinnen an. Das sieht unschön aus und kann den Teegenuss ziemlich trüben.

Grüner Tee – ein Purist

Anders sieht es da schon bei grünen Tees aus. Diese haben generell ein sanfteres Aroma als schwarze Tees und müssen daher auch nur selten milde gestimmt werden. Wer kein Freund des zart-herben Geschmacks ist, der kann etwas Zitronensaft in den Tee geben. Das sorgt nicht nur für eine fruchtige Note, sondern ist auch im Sommer so richtig schön erfrischend.

Aufgrund seiner zahlreichen Geschmacksfacetten empfiehlt es sich jedoch, grünen Tee zumindest einmal pur zu probieren. Gut dafür geeignet und auch sehr einsteigerfreundlich sind die Sorten. Sencha und Bancha.

Oolong Tee – eine Frage des Fermentierunsgrades

Loser Oolong Tee Formosa JadeOolong Tee wird auch halbfermentierter Tee genannt und kann sich geschmacklich zwischen grünem und schwarzem Tee bewegen. Das kommt ganz darauf an, wie stark der Tee fermentiert wurde. Nur schwach fermentierter Oolong Tee weißt eher Ähnlichkeiten zu grünem Tee auf und wird daher auch am besten pur oder mit ein bisschen Zitrone getrunken. Oolong Tees mit einem stärkeren Fermentierungsgrad erinnern mit ihren etwas kräftigeren Aromen dagegen an schwarze Tees. Deshalb kann auch hier bei Bedarf Milch, Sahne und eventuell Zucker hinzugegeben werden.

Früchte- und Kräutertees – nur selten ist Zucker nötig

Loser Früchtetee mit Mango und Mandarine Loser Bio Kräutertee TempelgoldTropen-Kreuzfahrt

Mischungen aus Kräutern oder Früchten sind meisten koffeinfrei und sind somit ein idealer Durstlöscher für Jung und Alt. Wer eine Abwechslung zu Wasser und eine Alternative zu Fruchtsäften oder Softdrinks sucht, der ist hier gut bedient. Zumindest, wenn der Tee ungesüßt ist. Die Zugabe von Zucker ist jedoch nur bei den wenigsten Früchte- und Kräutertees wirklich notwendig. So verfügt Rooibos Tee von Natur aus schon über eine gewisse Süße und die inzwischen in großer Zahl auf dem Markt existierenden säurearmen Früchtemischungen müssen auch nicht mehr nachgesüßt werden.

Sahne oder Milch dagegen haben in Früchtetee überhaupt nichts verloren. Die Fruchtsäure kann dafür sorgen, dass sich unappetitliche Flocken im Tee bilden. Auch die meisten Kräutertees schmecken pur am besten oder sollten lediglich mit etwas Zitronensaft verfeinert werden. Eine Ausnahme bildet hier Rooibos Tee. Dieser wird in seiner Heimat Südafrika traditionell mit Milch getrunken.

Wie Sie am Ende nun Ihren Tee trinken, das bleibt ganz Ihnen überlassen. Während viele Teekenner noch immer auf das Trinken von Tee in seiner puren Form schwören, ist und bleibt Teegenuss vor allem eines – reine Geschmackssache. Also toben Sie sich aus!