Gusseiserne Teekanne und Teebecher

First Flush und Second Flush Tee

Hauptsächlich die Tees aus den indischen Provinzen Darjeeling und Assam werden, je nachdem wann sie gepflückt wurden, als First oder Second Flush Tee bezeichnet. Der Zeitpunkt der Ernte hat dabei nicht nur einen Einfluss auf den Namen des Tees, sondern auch auf den Geschmack, das Aroma und die Aufgussfarbe.

First Flush

Als First Flush wird die erste Teeernte nach der Winterpause bezeichnet. Die Ernte des Tees findet hier lediglich zwischen Mitte März bis Anfang April statt, sodass es nur zu etwa acht bis zwölf Pflückungen kommt. Geerntet werden ausschließlich die jungen, zartgrünen und frischen Triebe (engl. First Flush) nach der „two leaves and a bud“ Methode, also zwei Blätter und eine Knospe. Häufig werden diese First Flush Tees sofort per Flugzeug nach Europa geflogen, weshalb sie auch unter dem Namen „Flugtee“ bekannt sind.

Im Geschmack zeichnet sich ein First Flush Tee durch ein mildes und blumiges Aroma aus. Der Aufguss hat eine goldgelbe Tassenfarbe und duftet angenehm frisch. Die Zugabe von Milch, Zitrone oder Zucker ist in der Regel nicht notwendig, da der First Flush pur sehr überzeugend ist.

Second Flush

Der Second Flush oder auch Sommertee müsste genau genommen eigentlich als „Third Flush“ bezeichnet werden, da es sich bereits um die dritte Ernte handelt. Dazwischen liegt noch die sogenannte „Inbetween“ Ernte. Die Pflückperiode des Second Flush beginnt demnach im Sommer Anfang Juni und endet etwa Anfang Juli. Die Blätter der Teesträucher sind zu diesem Zeitpunkt ausgereifter und enthalten dementsprechend viele Geschmacks- und Bitterstoffe.

Der Second Flush besticht durch einen eher kräftigen Geschmack und ein vollmundiges Aroma. Sein Aufguss ist wesentlich dunkler als der des First Flush und hat die Farbe von Bernstein. Durch seinen intensiveren Geschmack wird er gerne mit Milch, Zucker oder Zitrone verfeinert.

In-Between

Das ist die Bezeichnung für die Ernte die zwischen dem First Flush und dem Second Flush eingebracht wird. Die Ernteperiode beginnt dementsprechend im April und geht bis in den Mai hinein.

Die Teeblätter der Inbetween Ernten werden in der Regel für Teemischungen verwendet. Der Geschmack und das Aroma liegen zwischen den beiden Haupternten.

Regentee oder auch Monsoon Tee

Nach Beendigung der zweiten Ernte beginnt in Indien die Monsunzeit, in der sich bis in den Oktober starke Regengüsse über die Teegärten ergießt. In dieser Zeit pflücken die Arbeiter den Regentee, der durch die hohe Feuchtigkeit und Temperaturen eine eher schlechtere Qualität aufweist.

Der Tee wird eher für aromatisierte Teemischungen verwendet, da sein Geschmack zwar durchaus für den täglichen Genuss reicht, aber nichts Besonderes ist. Die Engländer bezeichnen den Regentee deshalb auch als „Bread an Butter Tea“. Der Ausdruck „Bread and Butter“ also „Brot und Butter“ bedeutet so viel wie: „Eine Tätigkeit auszuüben die nur dazu dient das Geld zu verdienen, das man zum Leben braucht.“

Autumnals

Der letzte Tee, der in einem Erntejahr gepflückt wird, bezeichnet man als Autumnals beziehungsweise Herbsttee. Die Ernte beginnt nach dem Monsunregen im Oktober und endet Anfang November.

Die Herbsttees besitzen einen sehr lieblichen und sanften Geschmack mit einem Aroma das an die First Flush Tees erinnert. Zudem weisen die Autumnals einen niedrigeren Gehalt an Gerbsäure auf.

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