Jasmintee – das Geheimnis der duftenden Spezialität aus China

Jasmintee – das Geheimnis der duftenden Spezialität aus China

Aromatisierte Teemischungen sind eine Erfindung der Moderne – das glauben zumindest die meisten. Bei Tee, der nach exotischen Früchten, Süßigkeiten und Co schmeckt, mag das auch der Fall sein. Aromatisierte Tees an sich sind jedoch gar nicht so neuzeitlich, wie viele denken. So wird der Earl Grey, ein Schwarztee mit herb-fruchtigem Bergamottegeschmack, schon seit dem 19. Jahrhundert getrunken. Die Aromatisierung von Tee hat ihren Ursprung jedoch nicht in England, sondern in China und wird dort schon seit mehr als tausend Jahren betrieben. Das Ergebnis dieser hohen Kunst nennt sich Jasmintee und um genau diesen dreht sich auch der heutige Beitrag.

Seit wann trink man Jasmintee?

Die Geschichte des Jasmintees lässt sich bis in die Song-Dynastie zurückverfolgen, die in der Zeit zwischen 960 nach Christus und 1279 nach Christus herrschte. Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurde der Tee mit dem fein-blumigen Aroma um 980 nach Christus. Tee war zu dieser Zeit noch ein Luxusgut, welches nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten war. Damit auch das einfache Volk in den Genuss von Tee kommen konnte, begann man auch die qualitativ minderwertigen Teeblätter zu Tee zu verarbeiten. Diese waren für den normalen Bürger erschwinglich, ließen geschmacklich jedoch oft zu wünschen übrig. In der Hoffnung, den Geschmack des Tees dadurch aufzuwerten, mischte man den Teeblättern stark aromatische Blüten oder Öle bei. Aus diesen Experimenten ging schließlich der Jasmintee hervor.

Wie wird Jasmintee hergestellt?

Traditioneller chinesischer Jasmintee erhält sein Aroma noch immer durch die Hinzugabe von frischen Jasminblüten. Als Basis werden hier in der Regel grüne Tees mit einem sehr milden und leichten Geschmack verwendet. Die Jasminblüten werden dem Tee nicht lose beigemengt. Stattdessen werden sie vorsichtig in Gaze eingewickelt. Teeblätter und Gazepakete werden nun abwechselnd übereinander gestapelt. Das ganze lässt man nun so lange ruhen, bis die Jasminblüten zu welken beginnen. Dies geschieht nach etwa zwölf Stunden. Dann wird der alte Jasmin durch frische Blüten ersetzt. Bei besonders hochwertigen Tees kann dieser Vorgang bis zu zehn Mal wiederholt werden. Dementsprechend hohe Preise werden dafür auch auf dem Markt erzielt.

Alternativ lässt sich Jasmintee auch aromatisieren, indem man ihn über Jasminblüten-Bad bedampft. Echter Jasmintee wird übrigens stets ausschließlich mit echten Jasminblüten aromatisiert. Wer einen authentischen Teegenuss wünscht, der sollte vorher also einen Blick auf die Zutatenliste werfen.

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