Sencha in Tasse

So erkennen Sie hochwertigen Sencha

Sencha zählt zu den beliebtesten Grüntee Sorten überhaupt. Mit seinem milden, weichen und nur dezent feinherben Geschmack ist er besonders einsteigerfreundlich und ein wunderbarer Alltagstee. Bei der großen Auswahl an Sencha, die auf dem Markt herrscht, kommen vor allem Tee-Neulinge oft ins Straucheln. Schließlich ist Sencha nicht gleich Sencha und obwohl es sich hierbei um eine Teesorte handelt, kann es doch zu enormen Qualitätsunterschieden kommen. Wir verraten Ihnen, wie Sie einen hochwertigen Sencha erkennen können.

Wo wird Sencha überall produziert?

Sencha stammt ursprünglich aus Japan, wird inzwischen aber auch in China, Südkorea und Indien hergestellt. Der Name Sencha setzt sich aus den japanischen Worten „Sen“ für „gedampft“ und „cha“ für „Tee“ zusammen und beschreibt somit eigentlich die traditionelle japanische Herstellungsmethode des Tees. Um den Oxidationsvorgang zu unterbinden werden hier nämlich die Teeblätter mit heißem Wasserdampf bedampft. Der japanische Sencha hat dadurch eine dunklere Blattfarbe und einen frischeren und grasigeren Geschmack als die chinesische Variante, bei der die Blätter in einem Wok geröstet werden.

Ob der Sencha nun aber geröstet oder bedampft wurde, wirkt sich nur geringfügig auf die Qualität des Tees aus. Auch die verschiedenen Herkunftsländer haben alle das Potential, einen qualitativ hochwertigen Sencha hervorzubringen. Einen viel größeren Einfluss haben der Erntezeitpunkt und wie sorgfältig bei Ernte und Verarbeitung der Teeblätter vorgegangen wurde.

Je grüner, desto besser

Bei Sencha gilt – je hochwertiger der Tee, desto grüner ist seine Blattfarbe. Die Farbe der Teeblätter gibt Auskunft über den Erntezeitpunkt. Früh im Jahr geernteter Sencha hat eine kräftige dunkelgrüne Farbe, während Sencha, der später geerntet wurde, deutlich blasser ist und sogar leicht gelbliche Blätter haben kann.

Sencha wird mehrmals im Jahr geerntet. In manchen Regionen finden die ersten Ernten bereits im April statt, in kühleren Gebieten kann sich der Erntezeitpunk auch bis in den Juni hinauszögern. Die von April bis Mai geernteten Senchas gelten dabei als am hochwertigsten. Sencha, der dagegen erst in den Sommermonaten geerntet wurde, ist geschmacklich von deutlich niedrigerer Qualität. Informieren Sie sich vor dem Teekauf deshalb am besten über den Erntezeitpunkt des Tees.

Das Erntejahr spielt dabei übrigens keine große Rolle. Bei richtiger Lagerung, also kühl, trocken, licht- und luftdicht, kann Sencha quasi nicht schlecht werden und erleidet auch keine Qualitätseinbußen. So hat ein Frühjahrs-Sencha, der vor fünf Jahren geerntet wurde, meist eine bessere Qualität als ein erst wenige Monate alter Sencha aus der Sommerernte.

Auf die Blattform achten

Nicht nur bei schwarzem Tee kann die Qualität anhand der Blattform bestimmt werden, sondern auch bei grünem Tee – jedoch nach einem anderen Maßstab. Während bei schwarzem Tee sehr feine Blätter wie Broken und Fannings als mindere Ware angesehen werden, ist bei Sencha der Blattbruch ein Zeichen für hohe Qualität. Tee aus der ersten Ernte hat sehr weiche und empfindliche Blätter. Im Zuge der Verarbeitung kommt es deshalb immer wieder zum Blattbruch. Die gebrochenen Blätter sorgen dafür, dass der aufgegossene Tee einen intensiven und vollmundigen Geschmack hat.

Aber auch nadelförmige Blätter stehen für hochwertigen Tee. Die noch weichen Blätter von Frühjahrs-Sencha lassen sich sehr einfach zu feinen und eng gerollten Nadeln rollen. Später geernteter Sencha hat dagegen deutlich gröbere und robustere Blätter, die nicht mehr so fein geformt werden können. Sommer-Sencha zeichnet sich deshalb durch dickere und breitere Teeblätter aus.

Eine Frage der Lagerung

Wie ein Tee gelagert wird, kann sich auf Dauer enorm auf die Qualität auswirken. Bei falscher Lagerung kann jeder noch so hochwertige Sencha ungenießbar werden. Das gilt nicht nur für die Lagerung im heimischen Teeregal, sondern auch für die Art und Weise, wie der Teehändler den Tee bis zum Verkauf aufbewahrt. Loser Tee wird noch immer gerne offen verkauft und individuell für jeden Kunden abgefüllt. Das hat zwar den Vorteil, dass man den Tee vor dem Kauf mit eigenen Augen begutachten kann, bringt aber auch einige Nachteile mit sich. Denn auf diese Weise läuft der Tee in Gefahr, mit Sauerstoff in Kontakt zu kommen und zu oxidieren oder die Aromen von anderen Tees aufzunehmen – beides kann die geschmackliche Qualität stark senken.

Besser ist es, Tee zu kaufen, der bereits vorverpackt angeboten wird. So ist der Tee vor Sauerstoff und fremden Aromen geschützt und behält garantiert seinen originalen Geschmack. Aus diesem Grund verkaufen wir unseren Tee ausschließlich in vorverpackten Einheiten.

Eine Auswahl an hochwertigem Sencha Tee aus China und Japan finden Sie in unserem Onlineshop.

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