Aufgebrühter Kräutertee in Teetasse aus Glas

Die häufigsten Fehler bei der Teezubereitung

Was Tee so unglaublich beliebt macht, ist nicht nur seine große Sorten- und Geschmacksvielfalt, sondern auch seine kinderleichte und schnelle Zubereitung. Jedoch können auch hier grobe und gröbere Fehler passieren. Das Ergebnis – statt einem leckeren Heißgetränk schwappt eine bittere Brühe in der Tasse umher. Wir verraten Ihnen die häufigsten Fehler bei der Teezubereitung.

Den Tee falsch dosiert

Es gibt viele Teesorten, die, was die richtige Dosierung betrifft, so einiges an Freiraum zulassen. Dazu zählen Früchte- und Kräutermischungen und auch Rooibos Tees. Hier darf gerne auch mal die doppelte Menge an Tee in die Tasse wandern, denn diese Tees werden in der Regel nicht bitter. Anders sieht es da schon bei grünen, weißen, schwarzen und Oolong Tees aus. Die Teeblätter einfach frei Schnauze in Kanne oder Tasse zu löffeln ist hier nicht empfehlenswert. Hier genügt ein Teelöffel Teeblätter pro Tasse.

Den Tee zu heiß aufgebrüht

Tee muss heiß sein oder zumindest mit heißem Wasser aufgegossen werden – das ist richtig. Aber einige Teesorten mögen es ganz und gar nicht, wenn sie in allzu heißem Wasser baden müssen. Sie reagieren mit Protest und setzen Bitterstoffe frei. Grüne und weiße Tees gehören zu diesen Diven, aber auch schwach fermentierte Oolong Tees benötigen eine besonders behutsame Behandlung. Je nach Teesorte ist hier eine Wassertemperatur von 70 bis 80 Grad angebracht. Schwarze Tees können dagegen problemlos und Früchte- und Kräutertees müssen sogar stets mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden.

Die Ziehzeit überzogen

Zieht Tee zu kurz, so schmeckt er fade. Verweilt er zu lange im heißen Wasserbad, so wird er viel zu stark, folglich ungenießbar und dann kann sich nur noch der Abfluss des heimischen Spülbeckens darüber freuen. Bei der optimalen Ziehzeit kann man sich auf eine einfache Faustregel berufen. Grüner Tee sollte nicht mehr als zwei Minuten ziehen. Weiße und Oolong Tees dürfen etwas länger im Wasser bleiben, nämlich bis zu drei Minuten. Schwarze Tees bieten ein bisschen mehr Spielraum, denn hier kann sich die Ziehzeit je nach gewünschter Intensität zwischen drei und fünf Minuten bewegen. Tees aus Kräutern oder Früchten lässt man in der Regel zwischen acht und zehn Minuten ziehen. Hier können Sie aber ruhig etwas experimentieren. Ist der Tee zu schwach, so verlängern Sie die Ziehzeit einfach um ein paar Minuten. Schmeckt er zu intensiv, so können Sie diese ohne Probleme verkürzen.

Den Tee falsch warmgehalten

Die Teekanne auf dem Stövchen gilt als Sinnbild der Gemütlichkeit. Die meisten Teesorten finden diese Vorrichtung jedoch alles andere als gemütlich. Ein Stövchen ist nur dann von Nutzen, wenn es darum geht Früchte- oder Rooibos Tee warmzuhalten. Dem Tee wird immer wieder neue Hitze zugeführt, was vielen empfindlichen Teesorten gar nicht gut bekommt. Der ursprüngliche Geschmack wird verfälscht und fade und bittere Aromen breiten sich in der Kanne aus. Wenn Sie Ihren Tee über mehrere Stunden warm halten möchten, dann empfehlen sich hier hochwertige Teekannen aus Gusseisen, Edelstahl oder Glas oder spezielle Thermoskannen.

Den Tee nicht richtig gelagert

Damit Tee auch über lange Zeit sein volles Aroma behält, muss er richtig gelagert werden. Licht, Wärme und Feuchtigkeit kann er überhaupt nicht leiden. Auch fremde Gerüche und Aromen bekommen ihm nicht gut. Am wohlsten fühlt sich Tee, wenn er in einer fest verschließbaren Dose und außerhalb der Reichweite von anderen stark aromatischen Lebensmitteln aufbewahrt wird. Tee übrigens bitte niemals in den Kühlschrank packen. Dort ist es zwar dunkel und kühl, doch es kann sich sehr schnell Kondenswasser im Inneren der Teedose bilden. Und das kann im schlimmsten Fall zu Schimmelbildung in Ihrem Tee führen.

Den falschen Tee benutzt

Ja, auch das kann ein Grund dafür sein, warum der Tee nicht schmeckt. Nicht jede Sorte ist auch jedermanns Sache. Wer kein Freund von allzu kräftigen und würzigen Aromen ist, der sollte bei schwarzem Tee nicht unbedingt zu Assam oder Ceylon Tee greifen. Ein leichter und blumiger Darjeeling kommt da schon eher infrage. Auch in den Sommermonaten lässt sich gut Tee trinken, besonders wenn dieser eisgekühlt ist. So lassen sich aus grünen Tees und den meisten Früchtemischungen herrliche Erfrischungsgetränke zaubern. Schwarzer Tee dagegen wird im erkalteten Zustand leicht bitter. In diesem Punkt gilt – Probieren geht über Studieren.

Nun wissen Sie, worauf Sie bei der Zubereitung der perfekten Tasse Tee achten müssen. So gelingt die nächste Teatime ganz bestimmt!

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