Loser Kräutertee in Teedose

Tee auch schon für Babys?

Tee ist lecker, gesund und kann je nach Sorte auch Abhilfe bei Unwohlsein und anderen Zipperlein schaffen. Da ist es kein Wunder, dass ein langanhaltender Trend, auf den man immer wieder in Supermärkten, Fachgeschäften und sogar Apotheken stößt, speziell auf die Bedürfnisse von Babys ausgerichtete Teemischungen sind. Doch wie sinnvoll sind diese Produkte wirklich? Ab wann kann man einem Baby überhaupt bedenkenlos Tee zu trinken geben? Und was muss man dabei alles beachten? Damit befasst sich der folgende Beitrag.

Tee nicht zu früh anbieten

In den ersten sechs Lebensmonaten ernähren sich Babys ausschließlich von Muttermilch beziehungsweise Flaschennahrung. Was beide Arten von Milch gemeinsam haben – sie haben einen sowohl einen sehr geringen Salz- als auch Eiweißgehalt. Bei einem gesunden Baby wird der tägliche Flüssigkeitsbedarf dadurch vollständig gedeckt und es muss in der Regel keine alternative Flüssigkeit mehr angeboten werden. Eine Ausnahme bildet hier der Krankheitsfall. Bei Fieber, Erbrechen oder Durchfall können Babys schnell viel Flüssigkeit verlieren. Hier kann unter Umständen versucht werden, den Flüssigkeitsmangel durch das zusätzliche Anbieten von Tee auszugleichen. Ob dies sinnvoll ist oder nicht, entscheidet in der Regel der behandelnde Kinderarzt.

Ab dem fünften Lebensmonat wird bei den meisten Babys mit der Einführung von Beikost begonnen. Damit erhöht sich auch der Flüssigkeitsbedarf des Kindes. Wenn das Kind drei Breimahlzeiten am Tag zu sich nimmt, sollte zusätzlich zur Milch noch weitere Flüssigkeit zu trinken gegeben werden.

Welche Tees dürfen Babys trinken?

Natürlich ist nicht jeder Tee auch für Babys geeignet. Eltern sollten ausschließlich zu milden Teesorten greifen. Gut verträglich sind Fenchel-, Kamillen– und Salbeitee. Aber auch naturbelassener Rooibos Tee kommt bei den Allerkleinsten gut an. Das liegt vor allem an seinem leicht süßlichen Geschmack.

Vorsicht ist dagegen bei Früchtetee geboten. Viele Früchtemischungen enthalten sehr säurehaltige Zutaten. Das schmeckt den meisten Babys nicht nur einfach nicht, sondern kann ihnen im schlimmsten Fall auch schwer auf den ohnehin schon empfindlichen Magen schlagen. Eltern sollten daher auf eine besonders säurearme Zusammensetzung achten. Auch auf Früchtetee, der Zucker enthält, sollte verzichtet werden. Für Babys gut geeignet ist Apfeltee. Vor dem ersten Lebensjahr sollten Kinder Früchtetee jedoch nur in sehr geringen Mengen trinken.

Gänzlich gemieden werden sollten dagegen grüne und schwarze Tees. Diese sind koffeinhaltig und damit ausschließlich erwachsenen Teefreunden vorbehalten. Auch Pfefferminztee eignet sich nicht für Babys. Das in den Pfefferminzblättern enthaltene Menthol kann bei kleinen Kindern nämlich Atemprobleme verursachen.

Darauf sollten Sie bei Baby-Tee achten

Wer seinem Baby Tee zu trinken geben möchte, der sollte ausschließlich zu naturbelassenen und aus biologischem Anbau stammenden Tees greifen. Hier gilt es, die Zutatenliste aufmerksam zu studieren. Viele der im Handel erhältlichen und angeblich speziell für Baby konzipierten Teemischungen enthalten nämlich Zucker – oft auch in der Form von Laktose oder Maltodextrin und davon nicht gerade wenig.

Den Tee sollten Sie immer mit sprudelnd kochendem Wasser zubereiten. In Früchte- und Kräutertee können es sich unter Umständen unerwünschte Untermieter wie Bakterien oder Pilze gemütlich machen. Durch das heiße Wasser werden diese jedoch abgetötet. Apropos Wasser, Babys sollte Tee immer nur verdünnt angeboten werden. Dazu eignet sich am besten stilles Mineralwasser. Auch zu heiß sollte der Tee nicht mehr sein. Lassen Sie den Tee auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor Sie ihn Ihrem Kind zu trinken geben.

Tee sollte übrigens niemals die einzige Flüssigkeitsquelle für Ihr Baby sein. Mineralwasser hat hier ganz klar Vorrang. Bei Unwohlsein und natürlich auch als leckere Abwechslung zwischendurch ist gegen Tee jedoch nichts einzuwenden.

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