Tee wird aus Teekanne in Teebecher gegossen

Tee kann auch Weinliebhabern schmecken

Tee und Wein – auf den ersten Blick könnten diese beiden Getränke wohl kaum unterschiedlicher sein. Schaut man jedoch genauer hin, so fällt auf, dass es einige erstaunliche Gemeinsamkeiten gibt. Welche das genau sind und warum auch Weinliebhaber ab und zu einmal zur Teetasse greifen sollten, das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Grenzenlose Vielfalt

Genauso wie jeder einzelne Wein über seinen ganz spezifischen Geschmack verfügt, so hat auch jede Teesorte ihr ganz eigenes Aroma. Diese Eigenheiten ergeben sich aus dem jeweiligen Anbaugebiet der Weintrauben beziehungsweise Teepflanzen, sowie aus der Weise, wie sie weiterverarbeitet werden. Und auch der Jahrgang spielt bei beiden eine wichtige Rolle. War das Erntejahr beispielsweise besonders niederschlagsreich, so prägt sich der Geschmack anders aus als bei einem trockenen oder sehr kalten Erntejahr. Dadurch ergibt sich eine endlos anmutende Vielfalt an unterschiedlichen Geschmacksprofilen, aus denen sich die Geschichte des jeweiligen Weins beziehungsweise Tees ablesen lässt.

Und wie es bei Wein besonders berühmte Anbaugebiete gibt, so kann auch der Tee so manch hervorragende Anbauregion sein Eigen nennen. Während Weinkenner bei Bordeaux oder Burgund wissend nicken, sind Anhui, Fujian, Shizuoka oder Dimbula für Tee-Experten keine Fremdwörter.

Die Komplexität des Geschmacks

Fruchtig, blumig, würzig oder sogar leicht holzig – mit diesen Adjektiven kann man nicht nur den Geschmack von Wein, sondern auch das Aroma von Tee beschreiben. Auch Tee setzt sich aus Haupt- und Nebennoten zusammen und schmeckt im Abgang anders als beim ersten Schluck. Gerade Weinliebhabern, die in dieser Sache schon einen geschulten Gaumen besitzen, kann das Herausschmecken der verschiedenen Geschmacksnuancen von Tee sehr leicht fallen.

Wer gerne Weißwein trinkt, für den bietet sich hier ein frischer grüner Tee oder ein edler weißer Tee an. Liebhaber von gehaltvollem Rotwein dagegen werden eher mit einem kräftigen schwarzen Tee auf den Geschmack kommen.

Foodpairing

Über das Foodpairing mit Tee haben wird ja bereits berichtet. Nicht nur Wein kann ein hervorragender Begleiter für süße und herzhafte Speisen aller Art sein, auch Tee lässt sich wunderbar zu den verschiedensten Gerichten reichen. So lassen sich deftige und aromatische Gerichte gut mit schwarzem Tee ergänzen, während grüner Tee bestens zu Gerichten mit frischen Zutaten passt. Weißer Tee rundet feine und leichte Speisen ab und Oolong Tee verleiht Meeresfrüchten und Desserts das gewisse Etwas.

Die Kombinationsmöglichkeiten sind hier mindestens genauso vielfältig wie bei Wein. Warum also nicht einmal beim Abendessen das Weinglas durch die Teetasse ersetzen?

Eine Frage der Gesellschaft

Es ist kein Geheimnis, dass ein guter Wein gleich doppelt so gut schmeckt, wenn man ihn nicht alleine trinkt, sondern mit Freunden oder Familie teilt. Das gemütliche Zusammensitzen am Esstisch oder auf dem Sofa bietet eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und die Gesellschaft zu genießen. Das ist nicht nur hierzulande, sondern überall auf der Welt so. Nur, dass in Ländern, in denen der Alkoholkonsum kulturell nicht so weit verbreitet ist, eben Tee serviert wird und kein Wein. Gemütlich bei einer Tasse heißem Tee und jeder Menge Teegebäck zusammenzusitzen und über Gott und die Welt zu reden – was kann es denn schöneres geben?

Fazit

Tee und Wein – die beiden sind sich doch ähnlicher, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Weinliebhabern können wir es nur ans Herz legen, einmal einen Exkurs in die große Welt des Tees zu wagen. Die Auswahl an unterschiedlichen Teesorten ist groß und so findet sich garantiert der passende Tee für jeden Geschmack. Einen guten Überblick über die verschiedenen Teesorten erhalten Sie in unserem Onlineshop. Und wer weiß, vielleicht stoßen Sie schon bald nicht mehr mit Weingläsern, sondern lassen die Tassen beim Abendessen klirren.